Oculus Rift – virtuelle Realität: Teil 1


Oculus Rift, dies ist der Name, welcher die Zukunft der visuellen Darstellung in einigen Bereichen revolutionieren könnte. Mit diesem Gerät haben wir uns eine Zeit lang beschäftigt und konnten Erfahrungen und Schlüsselmomente sammeln. Aber was ist Oculus Rift überhaupt?

Aufbau der Oculus Rift

Die Rift ist ein Bildausgabegerät in Form einer Taucherbrille, welche man sich wie ebendiese auf den Kopf setzt. Das Gerät gehört zur Kategorie der Virtual-Reality-Brillen. Im Gehäuse ist ein Display quer verbaut, welches ein für jedes Auge leicht versetztes und verzerrtes Bild darstellt. Dieses Bild wird von einem angeschlossenen Computer an die Brille geschickt. Zwei Linsen, eines für jedes Auge, entzerren das Bild und stellen es den Augen zur Verfügung. Der Abstand zwischen diesen Linsen und den Pupillen des Nutzers ist sehr gering. Somit wird ein großer Blickwinkel garantiert, welcher mit 110 Grad höher als der aller bisheriger Datenbrillen ausfällt. Ausgenommen sind extrem teure professionelle Lösungen für horrende Summen, wie sie von Wissenschaft und Militär eingesetzt werden. Doch das Bildsystem ist noch nicht alles was dieses Gerät auszeichnet.

Komplettiert wird das Gesamtsystem mit einer Reihe an Sensoren zur Erfassung der Kopfrotation und mit der neuesten Version hinzugekommen, einer Kamera für die Lage und Bewegung im Raum.
Hat der Anwender die Brille auf dem Kopf und startet eine dafür ausgelegte Anwendung, wie zum Beispiel eine virtuelle Landschaft, so hat er den Eindruck mitten in dieser zu stehen. Der räumliche Eindruck ist grandios und lässt den Nutzer vor allem beim erstmaligen Ausprobieren erstaunen. Bewegt derjenige nun noch seinen Kopf, zum Beispiel um sich umzuschauen, dann messen die Sensoren in der Rift die Bewegungen und Position. Auf diese Art und Weise kann man sich ganz natürlich und so gut wie verzögerungsfrei in den virtuellen Umgebungen umschauen und sich von den Objekten darin einen Eindruck verschaffen wie es bis dahin unmöglich war.

Wofür ist Sie geeignet?

Gebäude, Fahrzeuge, Umgebungen oder auch ganz kleine Objekte wie Blumen oder Wohnungseinrichtungsgegenstände lassen sich wunderbar in der Größe und auch ihrer Beschaffenheit untersuchen. Vor allem fällt das Abschätzen der Ausmaße sehr leicht. Ein einfaches Beispiel wäre ein Objekt, wie zum Beispiel ein großer Baum, welcher neben einem Haus in einer Landschaft steht. Dieser wirkt schon auf dem Monitor groß und eindrucksvoll. Jedoch erst und auch nur mit einer Virtual Realitybrille, wie der Oculus Rift, kann sich der Zuschauer von der wahrhaftigen Größe und Anmut des Baumes wirklich überzeugen. Das Gefühl sich mit der Rift in einer dieser Welten umzuschauen ist extrem beeindruckend und immersiv.

Für welche Anwendungen ist die Oculus Rift prädestiniert? In erster Linie werden Anfangs speziell dafür ausgelegte Games profitieren, in welchen sich der Spieler wirklich in die Welten, die er bereist, hineinversetzt fühlt. Er spielt das Spiel nicht nur, sondern ist ein Teil davon. Eine zweite wichtige Anwendungsform wäre in der Architektur oder Produktvisualisierung zu finden. Architekten können ihre Bauwerke schon vor dem eigentlichen Bau betreten und sich einen großartigen Eindruck von dem verschaffen, was sie selbst erstellt haben. In der Autobranche kann sich der Kunde virtuell schon einmal vorab die Konfiguration seines Fahrzeuges anschauen. Produkte aus der Industrie, wie große Bagger, Baumaschinen, Zentrifugenanlagen oder gigantische mechanische Bauteile können naturgetreu begutachtet werden, ohne dass diese aufwendig zum Präsentationsort, wie zum Beispiel einer Messe, gebracht werden müssen. Die Möglichkeiten sind vielfältig und es ist derzeit kaum absehbar welch geniale Ideen erfindungsreiche Genies mit der virtuellen Realität in Zukunft umsetzen werden.

Oculus Rift-Varianten

Bislang sind von der Oculus Rift zwei Versionen erschienen. Einmal das Development Kit 1, auch DK1 genannt und nachfolgend das aktuelle DK2. Eine finale Version für normale Konsumenten, die CV1, wird Ende nächsten Jahres erwartet. Das DK1 wurde im Jahr 2012 erfolgreich bei Kickstarter finanziert nachdem der Prototyp des Erfinders Palmer Luckey für Furore gesorgt hatte. 2013 orderten wir das Gerät und wurden somit Teil der weltweiten VR Community. Vor 2 Monaten bekamen wir das Nachfolgegerät, das DK2, welches sich erheblich vom DK1 unterscheidet und viele Verbesserungen mit sich bringt. In der ersten kaufbaren Version werkelte noch ein 720p Display. Da sich beide Augen diese relativ geringe HD Ready genannte Auflösung teilen mussten bedeutete dieser Umstand, dass man ein relativ stark verpixeltes Bild zu sehen bekam. Der Effekt wird auch Screendoor oder Fliegengittereffekt genannt, da man beim Betrachten das Gefühl hat durch ein solches zu schauen. Auch verschmierte das relativ langsame LCD Display bei Kopfdrehungen das Bild relativ stark.

…weiter in Teil 2

 

 

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